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Wendy Carlos

Clockwork Orange - Complete Original Score

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Klassikrock / Adaptionen
Label: East Side Digital
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Wendy Carlos

Tracklist

Disc 1
1. Timesteps 13:50
2. March from "A Clockwork Orange" 7:00
3. Title Music from "A Clockwork Orange" 2:21
4. La Gazza Ladra 5:50
5. Theme from "A Clockwork Orange" 1:44
6. Ninth Symphony: Second Movement (Scherzo) 4:52
7. William Tell Overture, Abridged 1:17
8. Orange Minuet 2:35
9. Biblical Daydreams 2:06
10. Country Lane 4:43
Gesamtlaufzeit46:18


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Dieses Album enthält die komplette Musik, die Wendy Carlos für Stanley Kubricks Film "Uhrwerk Orange" komponierte (bzw. bearbeitete). Es handelt sich jedoch nicht um das, was man üblicherweise als "Original Soundtrack" bezeichnet, denn zum einen sind hier Stücke drauf, die im Film nicht oder nur in gekürzter Form verwendet wurden, zum anderen enthält der eigentliche Soundtrack auch Musik anderer Komponisten, die wiederum auf diesem Album fehlt.

Diese Musik entstand gerade vier Jahre, nachdem Wendy (damals noch Walter) Carlos mit Switched On Bach die erste Synthesizer-Platte der Musikgeschichte veröffentlichte. Vergleicht man die beiden Alben, könnten aber auch Jahrzehnte dazwischen liegen, denn während die Bach-Bearbeitungen heute doch etwas angestaubt und auch nicht immer geschmackssicher klingen, ist dies ein auch heute noch zeitgemäß klingendes, rundum überzeugendes Werk.

Neben Klassik-Bearbeitungen (Beethoven, Rossini, Purcell) sind hier auch Eigenkompositionen enthalten. Gleich das einleitende Timesteps ist eine solche und zeigt Wendy Carlos von einer überraschend avantgardistischen Seite. Jubilierende Synthies und Barock-inspirierte Motive werden immer wieder von Freiform-Sequenzen unterbrochen, die dem Stück eine teilweise geradezu mystische Aura verleihen. Kein bisschen antiquiert klingt diese Musik, von der im Film nur ein kleiner Teil verwendet wurde.

Auch die letzten drei Stücke sind Eigenkompositionen. Das Orange Minuet klingt in seiner Machart am ehesten nach Switched-on Bach, dagegen nehmen die beiden anderen Stücke den "orchestralen" Stil vorweg, den einige Jahre später auch Synergy benutzte.

Die anderen Stücke sind Bearbeitungen klassischer Werke und sind den elektronischen Klassik-Interpretationen des Japaners Tomita vergleichbar (gottlob ohne dessen Hang zu albernen Gimmicks). Die eigentliche Titelmusik basiert auf Henry Purcells March for the Funeral of Queen Mary, La Gazza Ladra und William Tell stammen von Rossini, und schließlich wird mehrfach Beethovens 9. Symphonie verarbeitet. Und wenn dann eine elektronisch verfremdete Stimme anhebt "Freude, schöner Götterfunken" zu singen, klingt das dann doch ein wenig merkwürdig - allerdings muss man dies im Kontext des Films sehen, dessen bizarre Atmosphäre durch solche Untermalung noch verstärkt wird.

Fazit: vor allem für Synergy- und Tomita-Fans empfehlenswert, aber eigentlich sollte Clockwork Orange in keiner Elektronik-Sammlung fehlen!

Anspieltipp(s): Timesteps, Biblical Daydreams
Vergleichbar mit: Synergy, Tomita
Veröffentlicht am: 9.10.2006
Letzte Änderung: 9.10.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Wendy Carlos

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1968 Switched On Bach - 1
1984 Digital Moonscapes 10.00 1

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