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Kuusumun Profeetta

Jatkuvasti maailmaa pelastamaan kyllästynyt supersankari

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: Folk; Postrock; sonstiges
Label: Ektro Records
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Mika Rättö Vocals, Keyboards, Harmonica, Percussion
Teemu Majaluoma Guitars, Percussion
Mikko Elo Bass, Baritone Guitar
Veli Nuorsaari Drums
Irina Niemalä Sax
Daniel James Finley Perkussion, Mandolin

Gastmusiker

Samuli Peltoniemi Trumpet
Elli Keltto, Emmi Sydänmaa, Ilina Vähätupa Background Choir
Maja Sundell Violin
Kristian Wetterstrand Cello

Tracklist

Disc 1
1. Ei aurinko milloinkaan laske 5:47
2. Syyllinen Pedriko 2:40
3. Tähdenlennon aikaan 7:36
4. Puhuu vapahtaja rappuselta kiviseltä 6:28
5. Onnellisen valkoinen 5:22
6. Musta kaivo musta peili 4:42
7. Suunnaton seikkailu halki avaruuden 2:54
8. Kotipolulla 2:13
9. Häivähdys 4:30
10. Hengettären tanssi 2:01
11. Supersankari koko maailman 7:30
Gesamtlaufzeit51:43


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Ein Jahr nach "Kukin kaappiaan selässään kantaa" legten Kuusumun Profeetta mit "Jatkuvasti maailmaa pelastamaan kyllästynyt supersankari" ihr zweites Album vor. Damit war das Maximum für die Länge der fast unaussprechlichen Kuusumun-Profeetta-Albumtitel erreicht. Das nachfolgende "Sanansaattaja oraakkeli salamurha hyökkäysvaunu" übertraf zwar noch den Titel des Debüts, war aber schon deutlich kürzer als "Jatkuvasti maailmaa pelastamaan kyllästynyt supersankari". Danach wurde mit "Hymyilevien laivojen satama" erstmals die Ausmaße des Erstlings unterschritten. Das 2008 veröffentlichte "Lyhtykuja" war dann ausgesprochen knapp dimensioniert (zumindest in Bezug auf den Albumtitel).

Von den fünf bis dato (2010) erschienenen Alben der Band aus Pori ist "Jatkuvasti maailmaa pelastamaan kyllästynyt supersankari" das ruhigste, folkigste und songorientierteste. Akustikgitarren (auch Mandoline und Baritongitarre) bestimmen das Geschehen, dezent begleitet von Bass und Perkussion. Nur ab und zu erklingen noch E-Gitarre und E-Piano. Dafür gibt es einen kleinen Chor, zurückhaltende Kammerstreichereinlagen, seltene Auftritte einer Trompete und Irina Niemeläs Saxophon. So instrumentiert gleitet "Jatkuvasti maailmaa pelastamaan kyllästynyt supersankari" elegant, aber verhalten aus den Boxen. In jedem der Stücke sind mehrere Gitarrenspuren komplex miteinander verwoben und erzeugen, zusammen mit der zurückhaltenden Rhythmusabteilung und dem rauchigen Sax, einen zerbrechlichen, jazzig-elegischen, leicht unterkühlten, skandinavischen Postfolkrock, der mitunter, wenn sich Chor, Trompete und/oder Streicher hinzugesellen, auch in akustisch-kammerprogressive Gefilde gerät.

Und dann ist da natürlich noch Mika Rättös eigenartiger Gesang. Eher hochlagig, etwas weinerlich, mitunter auch kraftvoller, immer leicht schräg, aber doch mit einem seltsam samtigen intensivem Timbre singt er, in Finnisch natürlich. Texte haben mich bei Musik allerdings noch nie interessiert. Die Lautäussernungen eines Sängers sind für mich einfach eine weitere Tonspur, die mitunter allerdings eine sehr tragende, bisweilen auch ausgesprochen dominante Rolle spielen kann. Was aber gesungen wird, das ist mir ziemlich egal. So stört es mich auch nicht im Geringsten, dass ich keinen Schimmer davon habe, worüber Miko Rättö hier singt. Vermutlich hat er viel Zeit auf das Basteln der Texte verwendet. Die Wirkung der Stimme ist aber ganz vom Text gelöst. Die vermutlich traditionell-finnische Harmonik sorgt dafür, dass man (der Rezensent zumindest) die Musik mit alten Volksweisen assoziiert, lappländischen Klagegesängen oder ostbottnischen Fischerliedern. Eine seltsame Tiefe und Weichheit strahlt dieser Gesang aus, was in Verbindung mit der klangvollen Musik eine sehr eigene Atmosphäre ergibt.

"Jatkuvasti maailmaa pelastamaan kyllästynyt supersankari" ist ein wunderschönes Album mit folkigem Postrock aus Finnland von ganz eigenem Charakter. Der einzige Vorwurf, den man der Scheibe machen muss ist der, dass sich die verwendete Rezeptur über die Dauer der CD nicht sonderlich ändert. Ein wenig gleichen sich die einzelnen Stücke doch. Sehr schön anzuhören ist das alles aber natürlich trotzdem!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.10.2010
Letzte Änderung: 3.10.2012
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Ganz so begeistert wie der Kollege bin ich von diesem Album nicht. Denn auch wenn ich folkloristischen Klängen, gerade aus Skandinavien, durchaus zugetan bin, ist mir die Musik hier über weite Strecken doch etwas zu luftig-leicht und schlicht, woran dann auch der stets fremdartig klingende Gesang nichts mehr ändert. Interessant wird’s immer dann, wenn der Klangraum durch zusätzliche Instrumente erweitert wird. insbesondere Bläser und E-Piano bringen dann eine hübsche jazzige Atmosphäre rein, die Streicher bringen gelegentlich einen dezenten Anflug von Kammerrock (oder besser Kammerfolk) rein. Da klingt es gelegentlich sogar wie eine stärker Folk-orientierte Ausgabe der späten Talk Talk. Mehr solcher Passagen, und dieses Album würde mich richtig begeistern. So reicht es nur zum Resümee „ganz nett“.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.11.2015
Letzte Änderung: 14.11.2015
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kuusumun Profeetta

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Kukin Kaappiaan Selässään Kantaa 12.00 1
2004 Sanansaattaja Oraakkeli Salamurha Hyökkäysvaunu 11.00 1
2006 Hymyilevien Laivojen Satama 11.50 2
2006 Riemun ja kurjuuden sälekaihtimet 9.00 1
2008 Lyhtykuja 12.00 1
2012 Huutoja hiljaisesta huoneesta 11.00 1

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