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Neal Morse

Lifeline

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008 (26.9.08 (auch als Special Edition mit Bonus Tracks))
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 7.4/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Neal Morse Gesang, Keyboards, Gitarre
Mike Portnoy Schlagzeug
Randy George Bass

Gastmusiker

Paul Bielatowicz 2nd Guitar Solo on "Fly High", Guitar Solo on "Lemons Never Forget"
Carl Groves Background Vocals
Jonathan Willis Strings
Jim Hoke Saxophone, Horns on "The Letter"
Ivory Leonard Background Vocals
Danielle Spencer Background Vocals
Paul Gilbert Guitar on "Crazy Horses"
Collin Leijnaar* Drums on "Set The Kingdom"

Tracklist

Disc 1
1. Lifeline 13:30
2. The Way Home 4:23
3. Leviathan 6:08
4. God's Love 5:30
5. Children of the Chosen 5:00
6. So Many Roads

1. So Many Roads
2. Start For A Day
3. The Humdrum Life
4. All The Way To The Grave
5. The Eyes Of The Savior
6. So Many Roads Reprise

28:46
7. Fly High 6:31
Gesamtlaufzeit69:48
Disc 2
1. Crazy Horses   (The Osmonds [Ltd. Edition Bonus-CD]) 3.40
2. Lemons Never Forget   (Bee Gees) 6.36
3. The Letter   (Wayne Carson Thompson) 4.17
4. (What's So Funny 'Bout) Peace, Love And Understanding?   (Elvis Costello (written by Nick Lowe)) 4.44
5. Sometimes He Waits 5.21
6. Set The Kingdom 13.31
7. Secret Track 4.37
Gesamtlaufzeit42:46


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 5)


Ich muss gestehen, dass ich die Soloausflüge des früheren Bärte-Chefs bisher nicht weiter beachtet habe, die Rezensionen der Kollegen klangen für mich nicht gerade vielversprechend. Zwar schätze ich die (frühen) Spock's Beard durchaus, aber die gleiche Musik lediglich mit erhöhtem Weichspülfaktor vorgesetzt zu bekommen, muss nicht sein. Nun ist aber doch Lifeline bei mir eingetrudelt, und es lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Dabei will ich gar nicht von den Texten reden, die natürlich wieder von Mr. Morses Christwerdung handeln (wobei Lifeline, anders als die letzten Studioalben, kein Konzeptalbum ist).

Gleich der einleitende Titelsong zeigt das Problem der Morse'schen Musik. Es ist ein echter, progrockiger Longtrack mit allem, was das Herz des Retroproggers begehrt: kräftige Tasteneinsätze (inkl. Mellotron!), jubilierende Gitarren, viel Abwechslung, dennoch eingängig - und klingt haargenau wie die Bärte in ihren frühen Tagen, als hätte sich nichts geändert (bis auf die Texte). Prog von der Stange sozusagen, solide gemacht, aber ohne jede Überraschung. Das perfekte Futter für den konservativen Progger, der jede neue Erfahrung scheut. Kollege RJG hat für so etwas den schönen Begriff "Gebrauchsprog" geprägt, der passt wunderbar. Bloß nicht die Hörer mit ungewohnten Klängen überfordern!

Danach folgen ein paar eher harmlose, leicht angeproggte Rock/Popliedchen, mal schmalzig mit viel Akustik-Gitarren-Geschrammel (The Way Home, God's Love, Children of the Chosen), mal kräftiger rockend und mit Bläsern angereichert (Leviathan), bevor es mit So Many Roads den zweiten Longtrack gibt. Dieser bringt es auf nahezu eine halbe Stunde Laufzeit! Wem als Longtrack-Freak jetzt aber schon das Wasser in den Ohren zusammenläuft, sei gewarnt: ich finde dieses Stück deutlich schwächer als den anderen Longtrack. Zwar gibt es auch hier hymnische Retro-Passagen, daneben aber auch schlichte Schrammel-Parts und simple Hardrock-Passagen, und irgendwie wirkt das alles etwas zusammengeschustert. Mit Fly High endet das Album dann schmalzig.

Wenn ich mir die Rezensionen zu den anderen Soloalben von Neal Morse anschaue, dürfte sich Lifeline nicht übermäßig stark von seinen Vorgängern unterscheiden. Fans, die "mor(s)e of the same" suchen, dürften also hier nichts verkehrt machen. Für mich gibt es interessantere Entdeckungen.

Das Album erscheint am 26.9.2008. Es wird auch eine "special edition" mit Bonus-CD geben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: weichgespülten Bärten
Veröffentlicht am: 15.9.2008
Letzte Änderung: 15.9.2008
Wertung: 5/15
die einzelnen Songs schwanken so zwischen 3 und 8...

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 2 von 5)


Alle Jahre wieder erscheint ein neues Neal-Morse-Progrock-Album (zwischendurch erscheinen zahllose Live-CDs, Live-DVDs und sogenannte Worship-Alben mit dezidiert religiöser Musik - noch religiöser? Jaja...) und alle Jahre wieder dreschen böse, gottlose Kritiker wie ich auf seine Solo-Scheiben ein. Warum? Nun, es gibt viele gute Gründe dafür, angefangen bei den stets grässlichen Artworks, über die schier unerträglichen Texte, die sich bei Morse nur noch um Gott, das Böse und den Weg zum Guten (also seinen einzig richtigen Weg ins 'wahre Christentum') drehen, bis hin zu den einfallslosen, standardisierten Produktionen mit den ewig gleichen Musikern Mike Portnoy von ihrwisstschon und seinem Christen-Rock-Spezi Randy George von meiner besonderen 'Lieblingsband' Ajalon.

Und so ist der Hauptkritikpunkt des neuen Albums "Lifeline" (immerhin kein schwülstiges Konzeptwerk, wie die vorangegangenen gefühlten 100 Alben) derselbe, wie stets zuvor: Die wieder einmal einfallslosen Kompositionen sind ohne echten Zusammenhang, ohne Witz und bieten nichts Neues, sind weiterhin (selbstverständlich!) aus dem abgegriffenen 'Morse'schen Bastel-Set für Progrock' zusammengestückwerkt. Selbst "Leviathan", das Highlight des Albums, ist nach zweimaligen Durchhören abgegriffen und fade. Der Rest ist x-Mal gehörter Morse'scher Prog-Schmock, den man wirklich wirklich wirklich getrost ungehört lassen kann.

Und so kommt man schon zur (ewig gleichen) Quintessenz dieses Albums, die natürlich dieselbe ist, wie bei den Vorgängern: Dies sind Musik und Texte zum Abgewöhnen.

Und noch ein privates Wort zum Abschluss: Ich bin richtig sauer auf Herrn Morse, denn ich weiß sehr wohl, dass er einst mit seiner Band intelligente und witzige Texte und gute Musik machen konnte, die live präsentiert nahezu unschlagbar war. Jetzt kann er nur noch auf Neal- pardon Nil-Hochwasser warten, wird aber wohl noch ein paar Jahre genügend Pfründe einfahren, um seinen schamlosen Christianisierungsdrang zu finanzieren. So viel plumpes Kalkül ist im Prog wahrlich einmalig. Ick kann jar nich soviel fressen...

Anspieltipp(s): Leviathan
Vergleichbar mit: ach...
Veröffentlicht am: 26.11.2008
Letzte Änderung: 26.11.2008
Wertung: 4/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 5)


Neal Morse' Musik klingt immer nach Neal Morse Musik, und Neal Morse kann innerhalb kurzer Zeit nahezu beliebig viel gutklassige Neal Morse Musik produzieren. Diese knackigen Thesen verbreitete Kollege Gerhards bereits vor über 5 Jahren zum Erscheinen des ersten Morse-Soloalbums nach der Erleuchtung Testimony, mithin vor vier bzw. "gefühlten 100 Alben" (Kollege Pichireddu). Was man damals noch als witzig gemachte Prophezeihung (!) abtun konnte, ist immer mehr quasi in Stein gemeißeltes GESETZ geworden. Und Lifeline ist nur ein weiterer Beleg hierfür.

Auch Lifeline klingt im Prinzip wie alte Spock`s Beard, speziell bei den Longtracks. Aber auch ein Stück wie The Way Home hat man ähnlich schon bei Spock`s Beard gehört, nur besser (June z.B.). Im Unterschied zum höchst ambitionierten Vorgängeralbum Sola Scriptura, das sich konzeptionell mit dem Leben Martin Luthers beschäftigte, geht es bei Lifeline profaner zu, musikalisch wie konzeptionell. Bei allen guten Proganteilen wirkt die Scheibe insgesamt auf mich etwas AOR-lastiger als die Vorgänger. Es gibt auch kein fettes Streicherensemble mehr, sondern Morse begnügt sich mit kaum merklichen, stimmungsfördernden Streichern hier und da. Es wirkt alles recht gelöst und luftig locker. Hierzu passt auch das in zwei besonderen Stücken eingesetzte, verspielte Saxofon.

Das soll jetzt aber nicht irgendwie negativ klingen, denn nach dem mächtigen Sola Scriptura ist dieses Gangrunterschalten wirklich angesagt gewesen. Und Neal Morse macht seine Sache auch ordentlich, wenn er nur ein paar Songs ohne großen Rahmen aneinanderreiht - ein fetter Longtrack ist ja doch dabei. Einzig Children of the Chosen mit seiner kitschigen spanischen Gitarre geht mir auf die Nerven. Der Rest ist solide und gute Kost aus dem geheiligten Hause Morse. Wobei man generell einen fröhlich-jubilierenden Ton in der Musik konstatieren muss. Selbst dort, wo es sich um Finsteres dreht (Leviathan), geht es bei aller angedeuteten Dramatik musikalisch recht fröhlich zu. Textlich freilich muss sich das Monster warm anziehen ("There will be no place to flee for Leviathan")...

Während Neal Morse bei seinem krebskranken Vater wachte, schrieb er übrigens die Songs für dieses Album, und was soll ich sagen, es geht seinem Vater schon wieder besser! Der Zwiespalt zwischen Leiden und Errettung wird auf dem Cover auch hübsch dargestellt durch eine nach oben und unten gezackte Linie wie am Krankenbett einerseits und einem Seil, das dem im Wasser Treibenden rettend aus dem Himmel entgegenfällt. Textlich geht es dabei wie gewohnt um eben diese Dynamik aus Krise und Rettung durch Jesus. Im epischen Longtrack So many Roads führt uns Morse ein ganzes Panoptikum an gottvergessenen Lebensstilen, die ins Nichts führen, vor.

Lifeline steht qualitativ seinen Vorgängern nicht nach und ist aufgrund seiner leichter zugänglichen Struktur vielleicht als Einstieg in den mystischen Kult-Kosmos des wiedergeborenen Christen Morse am besten geeignet.

Anspieltipp(s): Lifeline, The Way home
Vergleichbar mit: alte Spock`s Beard, nur noch spiritueller
Veröffentlicht am: 12.1.2009
Letzte Änderung: 13.3.2012
Wertung: 9/15

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Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 4 von 5)


Wenn ich so manche Rezi hier nicht nur zu Neal Morses Soloscheiben lese, so scheint da in weiten Teilen die Meinung zu herrschen, dass jemand, der diese Musik genießt, selbstverständlich keinerlei Experimente und musikalischen Abenteuer zu schätzen weiß. Wer es mag, dass bei Neal Morse auch Neal Morse drin ist, findet also automatisch keinen Gefallen an RIO Experimenten, Kammerprog, Musikminimalismus, Electro-Spielereien und dergleichen?

Ist es nicht weit eher so, dass derjenige der Engstirnige, der Festgefahrene, der Konservative ist, der immer und überall nach Experimenten und Veränderung sucht ? Bei Balladen Bauchschmerzen bekommt, Melodien verachtet, mit positiven Emotionen auf Kriegsfuß steht und bestimmte Musik-Ingredienzien deswegen von vornherein gar nicht wirklich beurteilen mag? Die Free-Jazzer der 60er Jahre dachten auch einmal, die wahre Freiheit wäre einzig und allein die komplette Ablehnung jeder Struktur und merkten nicht, dass diese strikte Einstellung eben alles anders als free und progressive ist, sondern in ihrer Eingegrenztheit nur einen Konservativismus neuer Art darstellt. Doch nicht wenige atmeten tief durch, als sie guten Gewissens wieder Standards spielen, swingen, in Balladen schwelgen und zum Funk grooven konnten - bis einen dann wieder die Lust packt, auch auszubrechen in strukturlose Gefilde.

Balladiger als auf all seinen bisherigen Prog-Studiowerken ist Morse hier zugange und es ist nicht zu seinem Schlechten, liegt doch in schwelgerischen Melodien eine seiner ganz großen Stärken. So tief im Herzen scheint er mir sowieso der Troubadour zu sein, der nur ausgerüstet mit seiner Akustischen, Tambourine und Trommel am liebsten von Stadt zu Stadt und Dorf zu Dorf ziehen möchte um seine Weisheiten zu verkünden. Gleich vier dieser Balladen hat "Morse The Bard" also hier draufgepackt. Da haben wir

"The Way Home" - mit Akustik-Gitarre und Festbeißrefrain, ein sehr schönes Stück mit sonniger Ausstrahlung,

"God's Love" - einen etwas schleppenden Song, dem ein zündender Refrain fehlt und der darum von den vieren hier das schwächste Stück ist,

"Children Of The Chosen" - ein leicht treibendes Stück mit sehr guten Radioqualitäten, in welchem Morse Joni Mitchells Stück "Woodstock" zitiert und damit vielleicht eigenen Hippie-Geist offenbaren will? Bleibt mir schon nach einmal Hören im Ohr hängen und gefällt zusätzlich mit einem sehr schönen Solo auf der akustischen Gitarre.

Und schließlich

"Fly High", welches den Abschluss des Albums bildet. Ein wunderschön pianogetragenes Stück, mein Balladenhöhepunkt hier und vor allem textlich mir sehr nahe gehend. Zeilen wie "What is holding you, is holding you down, you might have to take off that rock-and-roll crown, but what you think is your identity is not really you, let it go keep breaking till we break on through" treffen nicht nur für einen bestimmten Abschnitt auf Neal Morses Leben zu. Auch selber finde ich darinnen einen wichtigen Teil meines Lebens wiedergespiegelt und kenne außerdem noch genug Menschen die ebenso an vermeintlichen Identitäten festhalten wollen bis zum abwinken. Für Morse war es Jesus, für mich etwas anderes und für den nächsten wird es wieder etwas völlig anderes sein. Nachdenken, nachfühlen lohnt sich eben. Schön, solche Zeilen die in einfachen Worten das elementare Selbstfindungs- und Leugnungsproblem des Lebens ansprechen, und den nicht völlig emotional abgeschotteten damit am schnellsten erreichen können.

Im Gegensatz zu der irgendwie reingequetscht wirkenden Ballade "Heaven In My Heart" auf "Sola Scriptura", die dort fast wie ein Alibi wirkte, weil das Album doch großteils recht hart war, ist die massive Verteilung des balladigen hier absolut stimmig. Denn auch die Progstücke hierauf sind wesentlich melodiöser und eingängiger als noch auf dem Vorgänger. Selbst das wilde Monster "Leviathan" wirkt bei allen Rockismen doch nicht so duster wie einiges auf "Sola Scriptura". Die zwei Proghöhepunkte sind natürlich die Longtracks. Das sehr schöne "Lifeline" eingängig durch den Refrain, das diesmal besonders schöne, abwechslungsreiche Mammutwerk "So Many Roads", lockerer, leichter, positiver und einfach angenehmer als zuletzt. Ein Hauptgrund für dieses rundum gelungene Album ist sicher die Abwesenheit eines Gitarrenwichsers vom Schlage Paul Gilbert, der durch seine nervtötenden Show-Läufe so einiges auf dem Lutheralbum versaut hatte. In dieser Mischung wie hier dürfte Morse mir gerne noch ein Album nachlegen.

Meine Neal Morse Alben Top 3 lauten ab sofort ....Platz 1 "Testimony".... Platz 2 "One" ....und Platz 3 nun "Lifeline".

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.2.2009
Letzte Änderung: 22.4.2013
Wertung: 12/15
Herzmusik

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 5 von 5)


Ich habe Neal Morse über all die Jahre, von Album zu Album, immer die Treue gehalten (jaja, alte Liebe rostet nicht). Doch so langsam macht sich auch bei mir etwas wie Morse-Müdigkeit, ja gar Verdruss, bemerkbar. Der Mann investiert ja aber auch wirklich kaum etwas in unsere Beziehung.

Für Jochen gibt es interessantere Entdeckungen. Und da hat er natürlich vollkommen recht: wer was Neues entdecken will, der darf nicht Neal Morse hören. Das war eigentlich schon seit Snow klar. Zwar hat er es immer wieder verstanden, seine Kompositionsbauklötze anders zusammenzusetzen, sie andersfarbig anzumalen, aber das grobe Gerüst war immer dasselbe. Ich habe jedes Album mit Wohlwollen angenommen und auch gerne einige Wochen in meinem Player aufgenommen.

Auf Lifeline finden sich zwei Kompositionen, die mir Spass machen. Das ist einmal der Titeltrack zu Anfang, der die nötige innere Abwechslung bietet und mit den Elementen gespickt ist, die ich an Morse`scher Musik schätze. Die zweite ist "So many Roads" bzw. Teile daraus. Über die vollen 28 Minuten ist mir das Stück zu langweilig, aber einige Momente zu Anfang und der Schluss sind gelungen. "Leviathan" ist mir irgendwie zu hektisch. Dazu kann ich keinerlei Beziehung aufbauen.

Bleiben die von Jürgen gelobten Balladen. Ich habe nichts gegen Balladen; keineswegs. Nur hat Neal Morse mit June seine ultimative Ballade vor mehr als 10 Jahren abgeliefert und ich brauche keine weiteren Kopien davon (The Way Home, Gods Love). Und "Children of the Chosen" ist deutlich schwächer als sein Vorbild Wind at my Back.

"Fly High" hat wenigstens noch sowas wie Grandezza, klingt aber halt auch äusserst vertraut. So ist vieles auf diesem Album zwar gut gemacht, aber irgendwie nicht mehr wirklich gut.

Anspieltipp(s): Lifeline
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.2.2011
Letzte Änderung: 23.2.2011
Wertung: 7/15
von der Stange..., und abgetragen

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Neal Morse

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Neal Morse 6.67 3
2000 Merry Christmas From The Morse Family 10.00 1
2001 It's Not Too Late 6.33 3
2003 The Transatlantic Demos 10.00 2
2003 Testimony 9.00 6
2004 Testimony Live (DVD) 11.00 1
2004 One 10.80 6
2005 ? 10.75 4
2006 Cover To Cover - 1
2006 Send the Fire - 1
2007 Sola Scriptura 7.33 7
2007 Songs From The Highway - 1
2007 ? Live 6.33 3
2008 Sola Scriptura And Beyond (2DVD) 12.50 2
2009 So Many Roads (Live In Europe) 10.00 2
2011 Testimony two 10.33 3
2012 Momentum 11.33 3
2013 LIVE Momentum 11.00 1
2014 Songs From November - 2
2015 The Grand Experiment 9.67 3
2015 Morsefest 2014 10.50 2
2016 The Similitude Of A Dream 10.75 4
2016 Alive Again 10.00 2
2017 Morsefest 2015 12.00 2
2018 Life & Times - 1
2018 The Similitude Of A Dream Live In Tilburg 2017 11.50 2

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