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Anyone's Daughter

In Blau

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Spiegelei
Durchschnittswertung: 12/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Harald Bareth Bass, Gesang
Uwe Karpa Gitarre
Matthias Ulmer Keyboards, Gesang
Peter Schmidt Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Sonnenzeichen - Feuerzeichen 5:20
2. Für ein kleines Mädchen 5:20
3. Nichs für mich 6:45
4. Nach diesem Tag 4:00
5. La La 3:10
6. Sonne 4:30
7. Tanz und Tod

1. Der Begleiter 5:20
2. Yaqui 3:30
3. Tanz und Tod 6:15

15:05
Gesamtlaufzeit44:10


Rezensionen


Von: Martin Dambeck @ (Rezension 1 von 3)


Dieses Album ist sicherlich der Höhepunkt des musikalischen Schaffens der Schwaben. Anyones Daughter treten mit "In Blau" den Beweis an, dass man sehr wohl ein poetisches Rockalbum mit deutschen Texten schaffen kann. Dieses Album berührt mich und Titel wie "Nach diesem Tag" erzeugen noch heute beim Hören eine Gänsehaut bei mir. Absolut grandios ist das Epos "Tanz und Tod", wohl eine der fantasievollsten und positivsten musikalischen B(V)erabeitungen zum Thema Tod. Vielleicht das Meisterwerk des deutsprachigen Artrocks.

Anspieltipp(s): Nach diesem Tag, Tanz und Tod
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.7.2004
Letzte Änderung: 8.7.2004
Wertung: 14/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 3)


Harald Bareths Stimme ist einfach toll. Wie Anyone's Daughter selbst erfährt er in meinem Augen nicht die ihm und der Band zustehende Anerkennung in Deutschland. Ob nun Adonis, Piktor oder eben "In Blau" das Referenzwerk der Schwaben ist, ist schwer zu sagen. Zu unterschiedlich sind die Alben, jedoch auf gleich hohem Niveau. Selbst Neue Sterne würde ich nicht von der CD-Player-Kante stoßen, wenn ihr wisst, was ich meine.

"Sonnenzeichen-Feuerzeichen" ist ein grandioser Opener. Bareths Gesang ist von einer Intensität...auch wenn der Vergleich nun hinkt: unterm Kopfhörer musste ich fast an Steve Hogarth denken. Ein wunderschönes Gitarrensolo krönt den Song und Erinnerungen an große 70er Progheroen suchen mich heim. Warum das Solo nicht noch drei Minuten weitergeht weiß nur die Band selbst.

Ob deutsche Texte peinlich oder einfach nur ungewöhnlich klingen, darüber kann man während der folgenden Songs nachdenken. Musikalisch kann "In Blau" sicherlich durchgehend überzeugen. "Für ein kleines Mädchen" kommt recht akustisch daher, "Nichts für mich" erinnert an zeitgenössische Genesis (und ich meine dies positiv) mit schönen Percussion und ungezwungenen Rhythmuswechseln. Selbst in simplem Popsongs a la "Nach diesem Tag" will man nicht zuletzt dank Bareths Stimme nicht sofort die Skiptaste betätigen. Überhaupt ist die Atmosphäre auf "In Blau" recht entspannt und souverän. Vom reinrassigen Progressive Rock hat man sich entfernt ohne deshalb flach und oberflächlich zu werden.

Höhepunkt ist sicherlich "Tanz & Tod". Thematisch geht es (natürlich) um das Ableben. Damit jedoch keine Missverständnisse aufkommen: "Tanz & Tod" ist kein 15minütiger Longtrack, sondern besteht aus drei mehr oder weniger eigenständigen Parts. "Der Begleiter" besticht durch wundervolle Melodien (man sagte mir, die Band PUR hätten ordentlich davon geklaut). Auch hier herrscht die akustische Gitarre und Bareths Gesang zunächst vor, für Anyone's Daughter kommt man gegen Ende allerdings verhältnismäßig forsch zur Sache. Keyboards und Gitarre hetzten sich durch das Stück, doch Schlagzeuger Peter Schmidt lässt die beiden nicht entkommen. Ja, Anyone's Daughter, so geht großes Kino! Darf man beim Piano dominierten zweiten Teil namens "Yaqui" an ELP denken? Naja, ganz so großspurig geht es vielleicht doch nicht zu, aber man darf trotzdem. "Tanz & Tod" mit seiner gesprochenen Passage ist dann der passende Abschluss für ein wirklich tolles Werk.

Kein alles überragendes, aber ein durchaus überzeugendes Album, dass man als Progressive Rock Fan aus deutschen Landen kennen sollte.

Anspieltipp(s): Sonnenzeichen-Feuerzeichen
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.8.2009
Letzte Änderung: 11.11.2012
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 3)


Nachdem Anyone's Daughter ein Jahr zuvor mit der Hermann-Hesse-Vertonung "Piktors Verwandlungen" bereits ein deutschsprachiges Album veröffentlichten, benutzten sie 1982 auf "In Blau" erstmals eigene deutsche Texte.

Musikalisch ist "In Blau" deutlich ruhiger ausgefallen als die vorhergehenden Alben. Gleichzeitig entfernt sich die Band hier ein Stück vom symphonischen Progressive Rock, aber nicht, wie man angesichts des Erscheinungsjahres vermuten könnte, in kommerziellere Gefilde (das geschah erst ein Jahr später mit "Neue Sterne"), sondern in eine ganz eigenständige, lyrische Richtung, die sich vor allem durch eine stärkere akustische Komponente auszeichnet ("Für ein kleines Mädchen", "Sonne"). So greift Gitarrist Uwe Karpa häufig zur akustischen Gitarre, der er fein ziselierte Läufe entlockt, während Keyboarder Matthias Ulmer sich oft auf das Klavier beschränkt. Dadurch klingen die Stücke im Vergleich zu früheren Werken der Band zurückhaltend, geradezu intim ("Sonnenzeichen - Feuerzeichen"). Dazu passt die samtweiche Stimme von Harald Bareth perfekt. Die Texte, die größtenteils von ihm stammen, wirken heutzutage in manchen Passagen vielleicht etwas naiv, aber im Vergleich zu den peinlichen Ergüssen manch anderer deutscher Progger in den 80ern (etwa Grobschnitts "Kinder und Narren") brauchen sich die Stuttgarter nicht zu verstecken.

Höhepunkt des Albums ist das dreiteilige "Tanz und Tod", das mit gesprochenem und gesungenem Text versehen ist, dazu lange Instrumentalpassagen bietet, von der akustischen Einleitung bis zum Finale, in dem sich die Band von einer - nicht nur für dieses Album - ungewohnt dynamischen Seite zeigt.

Die Ende 2012 erschienene Remaster-Ausgabe von "In Blau" enthält zwei Bonustitel, Live-Versionen von "Sonne" und "Nach diesem Tag", aufgenommen bei einem Konzert 1982 in Ettlingen. Während "Nach diesem Tag" weitgehend der Studioversion entspricht, geht "Sonne" nahtlos in ein instrumentales Medley aus Teilen von "Adonis" über. Beide Titel kommen in sehr guter Klangqualität.

Anspieltipp(s): Sonnenzeichen-Feuerzeichen, Nichts für mich
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.11.2012
Letzte Änderung: 16.3.2013
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Anyone's Daughter

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1979 Adonis 11.00 3
1980 Anyone's Daughter 10.00 4
1981 Piktors Verwandlungen 13.00 3
1983 Neue Sterne 8.00 3
1984 Live 10.00 1
1986 Last tracks 7.00 2
2001 Requested Document / Live 1980 - 1983 10.00 3
2001 Danger World 10.00 2
2003 Requested Document Live 1980-1983 Vol. 2 10.33 3
2004 Wrong 10.00 2
2006 Trio Tour 10.50 2
2011 Calw Live 10.50 2

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