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Brian Eno

The Ship

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Ambient; Elektronische Musik
Label: Warp Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Brian Eno

Gastmusiker

Peter Chilvers Programming, 3D Sound Analyst, Ableton Live Operator, Keyboards
Leo Abrahams Gitarre (4)
Jon Hopkins Keyboards (4)
Nell Catchpole Violine, Viola (4)
Peter Serafinowicz Stimme (3)
Nuria Homs Stimme (1)
Members of The Elgin Marvels Stimme (1)

Tracklist

Disc 1
1. The Ship 21:19
2. Fickle Sun I 18:04
3. Fickle Sun II: The Hour is Thin 2:50
4. Fickle Sun III: I'm Set Free   (Original von Velvet Underground) 5:18
Gesamtlaufzeit47:31


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Fast vier Jahre hat es gedauert, bis ein neues Soloalbum von Elektronik-Altmeister Brian Eno erschien. Wobei dazwischen ja noch die beiden Alben mit Karl Hyde als Eno • Hyde herauskamen. Im Frühjahr 2016 erschien also The Ship, nominell ein Solowerk, aber wieder mit einigen teils von früheren Eno-Alben bekannten Mitspielern. Das Album kommt in verschiedenen Ausgaben mit unterschiedlichem Bonusmaterial oder sonstigen Gimmicks; mir liegt nur die normale CD-Ausgabe vor.

Eno beschäftigt sich auf The Ship mit der menschlichen Hybris, symbolisiert zum einen durch den Untergang der Titanic, zum anderen durch den Ersten Weltkrieg. Abgehandelt wird das Thema in zwei langen Kompositionen, dem knapp über 20-minütigen Titelstück und dem dreiteiligen Fickle Sun.

Das Titelstück bewegt sich in Ambient-Gefilden. Eine langsam auf und ab wogende Klangfläche bestimmt das ganze Stück, kombiniert dabei orchestral anmutende Klänge mit solchen, die eher als elektronisch erzeugt erkennbar sind. Nach einiger Zeit beginnt Eno in einer Art sonorem Sprechgesang einen Text zu rezitieren. Seine Stimme scheint dabei etwas verfremdet zu sein, klingt wie ein dunkles Raunen, was zusammen mit dem fast in Zeitlupe gehaltenen Sprechtempo einen geradezu surrealen Effekt ergibt. Die elektronischen Klänge werden dazu immer karger und auch etwas schroffer. Mit der Zeit kommen andere Stimmen dazu, die einzelne kurze Satzfetzen flüstern oder murmeln. Die Musik löst sich dazu immer mehr in einzelne Geräusche auf.

Der erste Teil von Fickle Sun zeigt sich musikalisch ähnlich, auch wieder mit Enos sonorem Sprechgesang. Allerdings wirkt dieses Stück schroffer und, trotz des wieder äußerst verhaltenen Tempos, von einer permanenten Unruhe erfüllt. Elektronische Klänge werden scheinbar wahllos durcheinander geworfen - wie in Zeitlupe allerdings. Zwischendurch schwillt die Musik auch mal mächtig an. Im zweiten Teil The Hour is Thin trägt der britische Schauspieler Peter Serafinowicz zu minimalistischer Klavierbegleitung einen Text vor, der dritte Teil I’m Set Free ist dann ein Cover eines Songs von Velvet Underground aus dem Jahre 1968. Ein melancholischer Abschluss eines schönen Albums, das wieder einmal Enos ungebrochene Kreativität beweist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.5.2016
Letzte Änderung: 1.5.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Brian Eno

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Here Come The Warm Jets 11.50 2
1974 Taking Tiger Mountain (By Strategy) 10.00 2
1975 Another Green World 11.00 1
1975 Discreet Music - 1
1977 Before And After Science 12.25 4
1978 Ambient 1-Music for airports - 1
1978 Music For Films 13.00 1
1982 Ambient 4-On land - 1
1983 apollo: atmospheres and soundtracks - 1
1985 Thursday Afternoon - 1
1992 Nerve Net 13.00 1
1992 The Shutov Assembly - 2
1993 Neroli - 1
1997 The Drop 12.00 1
2005 Another Day On Earth 10.00 1
2010 Small Craft on a Milk Sea 11.00 1
2011 Drums Between the Bells 10.00 1
2011 Panic of Looking 10.00 1
2012 Lux - 1
2017 Reflection - 1

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