SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
17.10.2018
Trigon - 30 Jahre Traumzeit
16.10.2018
Soft Machine - Hidden Details
15.10.2018
Sherpa - Tigris & Euphrates
14.10.2018
Hokr - Klid V Bezčasí
The Flaming Lips - Clouds Taste Metallic
Seventh Wonder - Tiara
Bi Kyo Ran - Anthology vol.1
Sanguine Hum - Now We Have Power
13.10.2018
DRH - Thin Ice
Various Artists - Hamtai! - Hommage à la musique de Christian Vander
ALU - Die Vertreibung der Zeit (1980-1986)
Riverside - Wasteland
12.10.2018
Datashock - Kräuter der Provinz
Rotor - Sechs
Gösta Berlings Saga - ET EX
11.10.2018
Dream Theater - When dream and day reunite (Official bootleg)
Dan Caine - Cascades
Crippled Black Phoenix - A Love Of Shared Disasters
ARCHIV
STATISTIK
24969 Rezensionen zu 17122 Alben von 6671 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Nosound

A Sense of Loss

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Ambient; ArtPop; New Artrock
Label: K-Scope
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Giancarlo Erra Vocals, guitars, keybords
Paolo Martellacci Keyboards, vocals
Paolo Vigliarolo Guitars
Alessandro Luci Bass
Gigi Zito Drums, vocals

Gastmusiker

Melania Maggiore 1st violin
Ludovica Alberti 2nd violin
Roberta Rosato Viola
Irene Maria Caraba Cello

Tracklist

Disc 1
1. Some Warmth Into This Chill 7:57
2. Fading Silently 8:29
3. Tender Claim 8:09
4. My Apology 5:43
5. Constant Contrast 5:45
6. Winter Will Come 15:40
Gesamtlaufzeit51:43


Rezensionen


Von: Michael Büttgen @ (Rezension 1 von 2)


Das ehemalige Soloprojekt des Italieners Giancarlo Erra ist inzwischen, nach 2 offiziellen Studioalben, zu einer richtigen Band herangewachsen, wobei Erra die Zügel natürlich immer noch fest in der Hand hält.

Wer einen Überblick über die Bands des Labels K-Scope hat und bei den einzelnen Alben die Gästeliste ein wenig im Auge hat, kann sich bereits ein Bild des Sounds von Nosound (sic!) machen. Der Schwerpunkt liegt also eindeutig auf ambientartiger Atmosphäre, dominanten Keyboardflächen a la (neuen) Pink Floyd und eher wenig verzerrten Gitarren.

Gern werden Nosound auch mit den Labelkollegen no-man verglichen, was durchaus beim Versuch die Musik zu beschreiben ausreicht, jedoch verlieren die Italiener nicht wirklich knapp im direkten Vergleich. Hier fehlt es dann doch noch ein wenig an Substanz und Anspruch. Aber das ist ja immer noch ausbaufähig.

Auch "A Sense of Loss", Album Nummer 3, bietet wie gewohnt Altbewährtes und nur wenig Neues. Wie bei "Lightdark" mit dem Einsatz eines Cellos schon angedeutet, wird die Band auf dem neuen Silberling durch ein komplettes Streichquartett unterstützt, was den Songs in Punkto Abwechslung zu gute kommt. Noch einen Ticken unterhaltsamer wäre es gewesen, wenn die Damen und Herren an den klassischen Instrumenten mehr als nur ein paar langgezogenen Akkorde gespielt hätten.

Ansonsten rauscht die Musik gelegentlich an einem vorbei, ohne sich irgendwo zwischen den Horchlappen festzusetzen. Stellenweise sind mir einfach einige Parts zu lang, zu ausgedehnt. Da werden minutenlang Akkorde wiederholt und sonst passiert nichts. Der Gesang ist wie immer recht zäh und könnte möglicherweise für den ein oder anderen Sekundenschlaf verantwortlich sein. Also bitte nicht im Auto hören. Oder vielleicht doch?

Die Musik von Nosound könnte sich vielleicht doch noch bei einer Nachtfahrt auf der Autobahn entfalten. Habe ich noch nicht ausprobiert, werde ich aber mal ins Auge fassen. Zu Hause im stillen Kämmerlein auf der Anlage und auch unter dem Kopfhörer konnte sich bei mir leider kein Gefühl von Faszination entfalten.

Pop-Progger, die immer schon was für Bands aus dem Hause K-Scope übrig hatten, sollten ein Ohr riskieren. Fans von no-man werden allerdings das gewisse Etwas vermissen.

Die Special-Edition von "A Sense of Loss" erscheint im Digipack mit einer zusätzlichen DVD, die das Album als 5.1 Surround-Mix enthält.

Anspieltipp(s): Tender Claim, Winter Will Come
Vergleichbar mit: no-man
Veröffentlicht am: 23.1.2010
Letzte Änderung: 13.3.2014
Wertung: 8/15

Zum Seitenanfang

Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Auch auf ihrem dritten Album entkräften Nosound in keiner Weise den ihnen gerne gemachten Vorwurf, dass sie sich recht deutlich an No-Man, sowie der ruhigen Seite von Porcupine Tree bzw. Pink Floyd orientieren. Die Grenze zwischen Plagiat und Inspiration ist hier fließend, denn die Italiener betätigen sich nicht als reine Kopierer, sondern lassen in einigen Elementen eine gewisse eigene Note erkennen. So betrachtet Bandleader Giancarlo Era dieses Werk als „weg vom klassischen Rock bzw. Ambient Ansatz hin zu einem eigenständigen Sound mit Einflüssen von aktuellem Alternative und Post Rock“.

Der Römer nimmt sich deshalb wieder jede Menge Zeit, seine musikalischen Ideen atmosphärisch auszugestalten. Die Raffinesse liegt dabei in den vielschichtigen Soundschichten, die sich mehr subtil unterstützen, als den Hörer mit in einer Art „Wall-Of-Sound“ zuzudröhnen. Ruhe, Besinnlichkeit und vor allem jede Menge wunderbare, unheimlich traurige Melodien sind einmal mehr die geschickt aufeinander abgestimmten Hauptmerkmale von Nosound.

Wenn man jedoch etwas ketzerisch ist, kann man natürlich behaupten, dass man dies bereits von den Vorgängeralben zur Genüge kennt, eine wirkliche Weiterentwicklung eben nur in kleineren Details zu erkennen ist. So ist man bei der Beurteilung hin- und hergerissen zwischen dem Anerkennen einer wirklich gut gemachten und umgesetzten Produktion und dem etwas eigenartigen, schon recht schalen Beigeschmack, dass man dies nicht nur von derselben Band einfach alles schon irgendwie gehört hat.

Oder ganz einfach: wer bisher Nosound mochte, wird auch von diesem Album nicht enttäuscht werden, doch bitte beim nächsten Mal wirklich mehr echte, eigene Originalität!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.3.2013
Letzte Änderung: 17.3.2013
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nosound

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Sol29 10.50 2
2008 Lightdark 9.00 4
2011 The northern religion of things 8.00 1
2015 Teide 2390 (CD+DVD) 10.00 1
2016 Scintilla 6.00 1
2018 Allow Yourself 9.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum