Hapmoniym 1972-1975
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MIO Records |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Magical Power Mako |
Instruments, Sounds, Electronics, Voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Hapmoniym part 1
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43:27
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| Gesamtlaufzeit | 43:27 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Hapmoniym part 2
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57:53
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| Gesamtlaufzeit | 57:53 |
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| Disc 3 |
| 1. |
Hapmoniym part 3
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64:32
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| Gesamtlaufzeit | 64:32 |
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| Disc 4 |
| 1. |
Hapmoniym part 4
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53:29
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| Gesamtlaufzeit | 53:29 |
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| Disc 5 |
| 1. |
Hapmoniym part 5
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63:18
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| Gesamtlaufzeit | 63:18 |
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Rezensionen

Mit aufgemotzten Boxsets kann man ja den Progger im Allgemeinen beeindrucken. Vor allem, wenn Murmeln drin sind. Sammlerstücke werden die Teile bestimmt auch irgendwann. Im CD-Schrank machen sie sich auch gut. Der einzige Nachteil: Man braucht viel Zeit, wenn man sich die enthaltene Musik wirklich anhören möchte. Hier sei einmal ein ziemlich bizarrer Vertreter dieser Gattung vorgestellt. Murmeln sind allerdings nicht drin.
Anfang bis Mitte der 70er Jahre beschäftigte sich Makoto Kurita alias Magical Power Mako recht ausgiebig in seinem eigenen kleinen Studio mit dem Bespielen von Tonbändern. Auszüge, besser Bruchteile davon erschienen 1974 und 1975 als "Magical Power" und "Super Record" auf LP. Danach wandte er sich (vorübergehend) etwas kommerzielleren Gefilden zu. Anfang der 90er Jahre stellte Mako aus dem alten Material fünf Tonträger zusammen, die 1993 in kleinster Auflage als "Hapmoniym", vermutlich auf CD, erschienen. 2004 nahmen sich MIO Records des Materials an und veröffentlichten das Ganze als Boxset unter dem Titel "Hapmoniym 1972-1975". Vor kurzem ist die Sammlung offensichtlich erneut erschienen, anders verpackt, beim Label Bamboo und mit neuem Cover (das Untere der beiden oben gezeigten).
Mir liegt die MIO-Version vor. Dieselbe kommt (kam - die Auflage ist lange vergriffen) in einem knallroten, dicken Pappschuber, in dem 5 CDs in Maxi-Single-Hüllen stecken, versehen mit ebenso knallroten Covern, auf denen in riesigen Blocklettern die Zahlen 1 bis 5 prangen. Dazu gibt es noch ein umfangreiches Beiheft, welches aber größtenteils japanische Schriftzeichen enthält. Jede der fünf CDs beinhaltet einen einzigen dreiviertelstündigen bis über stundenlangen Track. Zusammengestellt und abgemischt wurde das alles von Mako selbst.
Mehr als viereinhalb Stunden an Musik ist auf "Hapmoniym" zu finden. Eingespielt wurde das alles in den Jahren 1972-75, angeblich in den Sessions, denen auch das Material von "Super Record" entsprungen ist. Allerdings ist die hier zu findende Musik um einiges abenteuerlicher, abwechslungsreicher und verrückter ausgefallen, als die auf jenem beim Major Polydor veröffentlichten Album. Allerlei Tonerzeuger bedient Mako hier, Gitarren vor allem, weitere asiatische Zupfinstrumente, aber auch Tasten (Piano, Orgel), Perkussives, Geigenartiges und Flöten. Dazu kommen diverse Elektroniksounds, Tonbänder, Effektgeräte und allerlei Stimmeinlagen (nicht notwendigerweise Gesang), die aber offenhörlich nicht (nur) von Mako stammen. Vielleicht ist hier auch der eine oder andere musikalische oder stimmliche Gast verewigt.
Ein ziemlich wirres, dabei aber doch erstaunlich gut hörbares Gemenge an Klang ist auf diesen fünf CDs zu finden. Eine bunte Mischung aus Psychedelischem, Folkigem, freiformatigem Gerocke, Elektronikexperimenten, Tonbandspielereien und Klangcollagen kommt hier aus den Boxen, welches am ehesten mit den zeitgleichen Hervorbringungen diverser Krautrocker vergleichbar ist. "This is the Japanese Faust!", steht da im Beiheft, und damit liegt man gar nicht so falsch. Makos Musik ist aber leichtgewichtiger, fließender, spaciger, schwebender und exotischer als die der deutschen Kollegen und steht deutlicher in der psychedelischen Tradition.
Natürlich stellt sich die Frage, ob man gleich fünf CDs mit diesen Klängen braucht. Das kompositorische Konzept ändert sich hier über die lange Dauer nämlich kaum, bieten alle Scheiben sehr ähnliche Musik. Man könnte es auch so sehen, dass es hier nur ein einziges, viereinhalbstündiges Stück zu hören gibt. Dasselbe ist allerdings durchaus abwechslungsreich gestaltet. Auch wenn jede CD nur ein Stück enthält, sind dieselben jeweils in viele, durchaus sehr verschiedene Abschnitte geteilt, die mitunter auch durch Pausen voneinander getrennt sind.
Natürlich gibt es in dem Ganzen auch Längen und Stellen, die etwas ziellos und uninspiriert dahin plätschern. Die letzten 15 Minuten von "Hapmoniym part 3" bestehen z.B. nur aus recht sparsamem, nicht sonderlich interessantem Elektronikquietschen. Trotzdem kann man hier aber sehr gut eine CD einlegen und einfach zuhören. Die Klänge fliesen nicht furchtbar komplex, aber doch sehr farbig und faszinierend anders aus den Boxen. Zudem gibt es in all dem Wirrwarr immer wieder lange, fast songartige, melodisch-rockmusikalische Momente. Zudem ist bei dem Umfang des musikalischen Materials garantiert, dass man jedesmal etwas Neues entdeckt.
Wer durchgeknallten Krautrock, psychedelisch-elektronische Seltsamkeiten und bizarr-exotische Klangreisen schätzt, der kann hier durchaus investieren. Wer auf eine gediegene Aufmachung Wert legt sollte nach der schmucken MIO-Version Ausschau halten, die man durchaus noch im Gebrauchthandel auftreiben kann! MIO hatte damals übrigens angekündigt, dass "Hapmoniym 1972-1975" das erste von drei Boxsets mit jeweils fünf CDs von Mako wäre. Die anderen beiden wurden allerdings nie veröffentlicht. Inzwischen gibt es MIO Records nicht mehr. Schade!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.1.2012 |
| Letzte Änderung: |
9.2.2012 |
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