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Into Eternity

The Scattering of Ashes

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Century Media
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Tim Roth guitars, vocals
Stu Block lead vocals
Troy Bleich bass, vocals
Jim Austin drums

Tracklist

Disc 1
1. Novus Inceptum 1:40
2. Severe Emotional Distress 3:55
3. Nothing 3:56
4. Timeless Winter 3:25
5. Out 4:55
6. A Past Beyond Memory 3:38
7. Surrounded by Night 5:08
8. Eternal 3:13
9. Pain Through Breathing 3:52
10. Suspension of Disbelief 4:28
11. Paralyzed 3:11
Gesamtlaufzeit41:21


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 2)


Into Eternity machen Wow-Alben! "The Scattering of Ashes" ist ein Wow-Album! Es ist voller Teile, die nicht zusammen passen, das Ganze gedrückt in Songs, die Hitpotenzial haben, trotz einiger krummtaktiger Passagen und irrwitziger Tempowechsel. Darin besteht der Wow-Effekt.

Stu Block und Troy Bleich sind die Neuen in der Band und was soll man sagen, sie sind schnell, sie halten locker mit. Diese Musik soll Spaß machen, und das macht sie. Hier wird Gegrunze mit schön amerikanisch inszenierten mehrstimmigen Vocals kombiniert, ganz so als würde man eine Death-Metal Band und Judas Priest auf zwei einander gegenüberliegenden Bühnen auf einem Acker bei Wacken spielen lassen und dann mit einem Kippschalter mal die eine, mal die andere über die Lautsprecher schicken. Das funktioniert hier besser als auf dem Nachfolger "The Incurable Tragedy", die Songs überzeugen halbwegs als Songs und wenn man das Ganze als Spaß auffasst, hat man denselben auch durchaus. Die Melodieeinfälle sind toll, die Riffs klasse, die Band ist versiert und vor allem schnell - musikalisch folgerichtig ist das aber nicht. Muss es auch nicht. Denn Spaßprog ist dünn gesät, zumal im Metalgewand, und da muss es solche Alben eben auch geben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.1.2012
Letzte Änderung: 26.1.2012
Wertung: 10/15
Nett!

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 2)


Nik hat recht, das hier ist von seiner Prämisse her ein Spaßalbum. Im Vergleich zum Vorgängeralbum ist "The Scattering Of Ashes" melodisch, eingängig und verhältnismäßig leichtfüßig ausgefallen. Es gibt insgesamt mehr Klargesang anstelle des Death-Gegrunzes und die Kompositionen laufen noch öfter auf den Refrain hinaus.

"Eingängiger und melodischer" bedeutet in diesem Zusammenhang natürlich, dass Into Eternity hier umso mehr mit sonstigen Metalbands vergleichbar sind. So könnte die Gitarrenarbeit in "Nothing" stellenweise auch von Blind Guardian oder den Children Of Bodom dargeboten worden sein. Das Stichwort "Judas Priest" wurde ja von Nik ja auch schon genannt, und gerade solche Eierkneifer-Gesangslinien wie in "Timeless Winter" oder "Out" sprechen hier eine deutliche Sprache. Stu Block, der damalige Mann hinter dem Mikro, ist mittlerweile übrigens bei Iced Earth eingestiegen, wo er konsequenterweise unter anderem in die Fußstapfen von Tim Owens treten darf, der bekanntlich mal ein paar Jahre lang Rob Halford vertreten hat. Nicht die schlechtesten Referenzen zu diesem Album.

Die wichtigste Anmerkung zum generellen Stil auf "The Scattering Of Ashes" sollte aber diese sein: Beim Riffing verlässt man sich ab und an auf eher einfachere Konstrukte, die pessimistisch gesprochen kaum eine weitere Funktion haben als die eines harten Lautstärke-Fundaments für den Gesang und die Melodieschlenker an der Gitarre. Und das ist für meine Begriffe dann doch eher ein Rückschritt, denn zum Einen rückt das den Gesamtsound des Albums streckenweise in die Nähe einiger fragwürdiger, bemerkenswert einfallsloser (damaliger) Hypekapellen wie Trivium oder Bullet For My Valentine. Zum Anderen wird dieser Effekt umso gravierender, wenn Into Eternity an den Instrumenten mal wieder die coolen Prog-Deather raushängen lassen, die sie auf ihren ersten drei Alben waren. So wirkt beispielsweise "A Past Beyond Memory" regelrecht zerrissen, denn der Kontrast zwischen profanem Modern-Metal und der gewohnt locker von der Hand gehenden progressiven Frickelei könnte kaum größer sein.

Zum Glück haben Into Eternity immer noch genügend Material in der Hinterhand, in dem die Frickelparts in der Mehrzahl sind. Entsprechend sind die Highlights des Albums dann in der zweiten Hälfte zu finden. Die letzten vier Songs, hiervon besonders "Eternal" und das hektische "Suspension Of Disbelief", sind den Stücken von "Buried In Oblivion" durchaus gleichwertig.

Unterm Strich finde ich "The Scattering Of Ashes" aber dennoch etwas zwiespältig. Daran sind einerseits natürlich die ganzen erwähnten Trivial-Metal-Parts schuld, weshalb es dem Album stellenweise doch an Tiefgang und Tiefgründigkeit mangelt. Zudem finde ich aber noch, dass einige Melodielinien beim Gesang etwas zu konstruiert und umständlich angelegt sind. Sowas ging auf "Buried In Oblivion" doch etwas besser ins Ohr. Außerdem ist die Produktion immer noch recht blutleer und flach ausgefallen. Fazit also: Wenn man Into Eternity noch nicht kennt, könnte das hier ein gutes Einstiegsalbum sein, zumal sich die Band ja dem Metal-Mainstream ganz aufgeschlossen zeigt. Den Vergleich mit "Buried In Oblivion" verliert "The Scattering Of Ashes" aber klar.

Anspieltipp(s): Eternal, Paralyzed
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.2.2012
Letzte Änderung: 3.2.2012
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Into Eternity

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Into Eternity 9.00 1
2004 Buried in Oblivion 12.00 1
2008 The Incurable Tragedy 8.00 1

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